17. Juli 2018

[Rezension] "Märchenprinzen küsst man nicht" Valeska Roth



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Produktinfo

ISBN  978-1521053355   
Taschenbuch
243 Seiten
http://www.alma-edition.de/index.htm
Erschienen: 12. April 2017
Autor: Valeska Roth
Rezensionsexemplar


Klapptext

Dieser Roman ist inspiriert von den Geschehnissen, Hintergründen und persönlichen Berichten rund um eines der spektakulärsten Mordkomplotte der letzten Jahre.

Hautnah erleben Sie die Vorgeschichte und die Ausführung eines perfiden Mordplanes, der uns noch heute das Blut in den Adern gefrieren lässt. Sie bekommen Einblicke in die bislang unveröffentlichte Vorgeschichte des gemeinsamen skrupellosen Vorhabens zur Auslöschung eines Menschen. Verlustängste, Unterwerfung und Hörigkeit führten dazu, dass die Hauptprotagonistin des Mordes angeklagt wurde. Diese Geschichte der Täterin lässt an vielen Stellen erschaudern, erweckt Mitleid, manchmal sogar Verständnis aber letztlich bleiben wir nur fassungslos vor diesem abstoßenden und kaltblütigen Verbrechen zurück. In ständiger sexueller Bedrängnis durch den Vater, den großen Bruder, den Betreuer im Heim, fügt sie sich immer mehr in ihr Schicksal und akzeptiert es als Normalität. Bis dann endlich der Märchenprinz kommt und ihr durch liebevolle Zuwendung, Zärtlichkeit und Verständnis neue Zukunftsaussichten eröffnet. Doch gerade das ist das Fatale an dieser neuen Liaison, die sie in das tiefste Unglück ihres Lebens stürzen wird. Der Märchenprinz entpuppt sich als ein in Wirklichkeit emotionsloser, feiger und rücksichtsloser Planer eines schlimmen Verbrechens. Er will ein Leben im Luxus, einen eigenen bedeutungsvollen Reitstall besitzen und mit einem Ferrari durch die Gegend rasen. Dazu braucht er Hilfe und findet in der völlig ahnungslosen und gefügigen Katja ein williges Opfer und Werkzeug. Er belügt und betrügt sie nach Strich und Faden. Schürt ihre ohnehin stark ausgeprägten Verlustängste und Minderwertigkeitskomplexe, um sie in seinem Sinne zu instrumentalisieren. Aus Angst, ihren Traummann zu verlieren, begibt sie sich voll und ganz in seine Fänge, gehorcht ihm aufs Wort, schaltet Moral und Verstand aus – mit schockierendem Ergebnis.

Meine Rezension

Ich war in letzter Zeit tatsächlich ein bisschen auf der Suche nach so einem Buch. Ein echter Mord, wie ist es geschehen, was waren die Hintergründe usw. Spannender als jeder Krimi, weil es ja tatsächlich, und genau so passiert ist.

Es hat mich also sehr gefreut, als mir das Buch zum Lesen angeboten wurde. Es hat nicht viele Seiten, aber der Inhalt ist gehaltvoll wie ein 600-Seiten Roman.


Ich habe die Rezension zu diesem Buch wahnsinnig lange vor mir her geschoben. Ich musste den Inhalt sacken lassen. 
Nicht weil ich es so schockierend fand was der Frau widerfahren ist, sondern weil ich nicht sicher bin, wie ich mit der Art, wie die Autorin dieses Buch geschrieben hat,  umgehen soll.
Vielleicht liegt es daran, dass sie es nicht selbst erlebt hat, sondern nur als Sprachrohr fungiert. Vielleicht wollte sie es für den Leser angenehmer zu lesen machen. Ich habe keine Ahnung, aber es liest sich stellenweise eher wie ein Buch aus Horror-Erotika Genre, als der Erlebnisbericht über ein Mordkomplott.


Mir tat Katja, die Protagonistin und Zeugin des echten Mordfalles von Anfang an wahnsinnig Leid, weil sie keinen Fels in der Brandung finden konnte. Ihr Leben einfach immer im selben Schema weiterlief und sie es nicht herausgeschafft hat, obwohl sie sich so sehr bemüht und dafür gekämpft hatte. Ein schockierendes Lebensereignis jagt hier das nächste, und wird für sie fast schon zur Normalität und Alltag.

Bis sie für die Liebe ins Gefängnis geht.

Prinzipiell war es ein spannendes Buch.
 Es wurde alles sehr gut beschrieben, manche Sachen hätte man vielleicht besser der Fantasie des Lesers überlassen und somit mehr Wirkung erziehlt. Es ist eine Lückenlose Geschichte, der man bestens folgen kann mit ihren Höhen und Tiefen. Es ist die erschütternde Geschichte einer jungen Frau, die seit ihrer Kindheit nur Enttäuschung, Schmerz und Verrat kennt. Es ist immer schwer solche Bücher zu bewerten, da es nicht den Gedanken eines Autors entsprungen ist, sondern der Wirklichkeit.
Letztendlich muss sich jeder sein eigenes Urteil über diese Art von Buch machen. Ich hatte es anders erwartet, aber es konnte mich dennoch unterhalten.

Fazit

Solche Bücher sind spannend und schockierend, auf Basis von realen Ereignissen. Das ist hier nicht ganz so gut gelungen, dennoch lässt es sich gut lesen.

Wer sich für den Mordfall interessiert, einfach auf den Link klicken. Dieser führt zur entsprechenden Seite von Der Tagesspiegel.


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